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Satzung der Balint Stiftung zur wissenschaftlichen Förderung der Psychoanalyse (Auszug)

Präambel

In Erinnerung an den in Ungarn geborenen und in London tätig gewesenen Psychoanalytiker Dr. med. et phil. Michael Balint gründen Prof. Dr. med. Helmut Thomä und Dr. med. Brigitte Thomä eine rechtlich unselbständige Stiftung. Gefördert werden sollen mit Mitteln der Stiftung insbesondere Psychoanalytiker oder analytische Psychotherapeuten aus osteuropäischen Ländern und der Deutschen Demokratischen Republik. Die Stiftung soll bei der Ulmer Universitätsgesellschaft e.V. treuhänderisch geführt werden. Die Stiftung ist berechtigt, Zuwendungen auch von dritter Seite entgegenzunehmen. In Ausführung der mit der Stiftung verbundenen Auflagen vereinbaren die Stifter und die Ulmer Universitätsgesellschaft e.V. folgende Satzung:
§ 1 Name, Rechtsform

Die Stiftung führt den Namen Balint-Stiftung zur wissenschaftlichen Förderung der Psychoanalyse. Sie ist nicht rechtsfähig und wird von der Ulmer Universitätsgesellschaft e.V. treuhänderisch verwaltet. Die Stiftung hat ihren Sitz in Ulm. Sie wird mit einem Anfangskapital von DM 50.000,- ausgestattet. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ãSteuerbegünstigte ZweckeÒ der Abgabeordnung.
§ 2 Zweck

Zweck der Stiftung ist die Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Psychoanalyse. In erster Linie sollen Psychoanalytiker oder analytische Psychotherapeuten aus osteuropäischen Ländern, insbesondere Ungarn, und aus der DDR mit Mitteln der Stiftung im klinischen und wissenschaftlichen Bereich weitergebildet werden.
§ 3 Beirat

Der Beirat ist das einzige Organ der Stiftung. Er besteht aus 5 Personen. Sie bestimmen einen von ihnen mit einfacher Mehrheit zum Sprecher. Die Mitarbeit im Beirat ist ehrenamtlich. Es wird kein Kostenersatz gewährt. Die Mitgliedschaft im Beirat endet spätestens am 31.12. des Jahres, in dem die Mitgliedschaft sich zum 15. Male jährt. Dem ersten Beirat gehören an: der Stifter Prof. Dr. med. Helmut Thomä (bis 31.12.1993), Prof. Dr. med. Horst Kächele, Privatdozent Dr. med. Roderich Hohage sowie der jeweilige Vorsitzende der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und ein von der Ulmer Universitätsgesellschaft e.V. zu benennendes Mitglied. Bei Ausscheiden eines Beiratsmitglieds, gleich aus welchem Grunde, erfolgt die Nachwahl durch die verbleibenden Mitglieder. Die Wahl erfolgt auf einer Sitzung des Beirats, zu der mit einer Frist von 4 Wochen unter Nennung der Tagesordnung vom Sprecher einzuladen ist, mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmen. Zugewählt werden sollen nur psychoanalytische Hochschullehrer mit Mitgliedschaft bei der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung.

(Auszug)
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